Keine Planung für Feuerwehrhaus an der Reeser Straße

SPD, FDP und Bürgermeister verhindern Aufstellungsbeschluss

15.04.2010, 10:48 Uhr | Isselburg

Schon 2008 hatte der Rat mit den Stimmen von CDU und Grünen beschlossen, die Bauleitplanung für ein Feuerwehrhaus an der Reeser Straße vorzubereiten. Diesen Standort hatte die Feurwehr in gründlichen Untersuchungen als den besten für den Löschzug Isselburg ausgemacht. Von dort aus hätte sie alle Orte in ihrem Einsatzgebiet innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfrist erreichen Können.
Nun hat eine "unheilige Allianz" aus SPD und FDP mit der Stimme des Bürgermeisters den Beginn der Bauleitplanung verhindert.
Das Feuerwehrhaus soll auf den Stromberg.

In einem Plädoyer für die Reeser Straße warf der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerhard Krause den Gegnern des Standorts vor, sich leichtfertig über die Sicherheitsinteressen der Bürger hinwegzusetzen. Dabei werde mit Halbwahrheiten gearbeitet, die einer Nachprüfung nicht standhielten.
Die SPD z.B. behauptete, ein Feuerwehrhaus am Stromberg müsse schon deswegen billiger sein, weil das Gelände dort schon der Stadt gehöre. Dass dort aber wertvolle Mischgebietsfläche (m²-Preis 60-80€) in Anspruch genommen werden muss, während die Fläche an der Reeser Straße für einen Bruchteil zu haben ist, interessierte die SPD nicht.
Der Bürgermeister verwahrte sich dagegen, die Feuerwehr als "Speerspitze für den Hochwasserschutz" zu benutzen, wie er sich ausdrückte. Dass am Stromberg beim hundertjährigen Hochwasser auch größtenteils Land unter ist, war ihm wohl entgangen. Nur die erwähnte Mischgebietsfläche bleibt hochwasserfrei.
Der Fraktionsvorsitzende betonte, dass es dem Rat nicht zustehe, sich über die fachliche begründete Standortentscheidung der Feuerwehr hinwegzusetzen.
Bei der Abstimmung stimmten die SPD- und FDP-Ratsmitglieder gegen die Bauleitplanung (Frank Puschke, SPD, enthielt sich), die CDU- und die Grünen-Fraktion geschlossen dafür. Den Ausschlag gab die Stimme des Bürgermeisters.
Die anwesenden etwa 40 Feuerwehrleute verließen nach der negativen Entscheidung enttäuscht und verärgert den Sitzungssaal. Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Bertram erklärte sich mit den Feuerwehrleuten solidarisch und verließ ebenfalls die Sitzung.

Ihr Kommentar

Hinweis:
Beleidigende, politisch extreme, rassistische, pornografische und nicht dem geltenen Recht entsprechende Texte werden nicht veröffentlicht. Jeder Kommentar wird zunächst durch unsere Webmaster geprüft.

Bitte fügen Sie auch KEINE Links oder E-Mail Adressen in die Felder ein, da diese Kommentare durch den SPAM Schutz direkt verworfen werden.